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Vom Kölner Festungswerk zur Kirmes

Dieses Wochenende ist das erste fantastisch warme Wochenende nach dem harten Winter 2009/10 und der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull mit folgendem Flugverbot sorgt für einen reinen, blauen Himmel ohne Kondensstreifen der Flugzeuge am Himmel und Lärm am Boden.

Also alles bestens bereitet für einige schöne Fotos am Samstag Abend. Vorgenommen hatte ich mir die Kranhäuser im Kölner Hafen vor der Serverinsbrücke auf der linken Rheinseite. Zusätzlich hörte ich im Radio, dass spektakuläre Sonnenuntergänge durch die Aschepartikel des Vulkans Eyjafjallajökull in großen Höhen zu erwarten sind. Auch reizte mich sehr, einen Blick ins Zwischenwerk VIII B zu werfen an dem ich fast täglich auf der Fahrt zur Arbeit vorbei fahre und einige nett gemachte Graffitis, die mir dort aufgefallen sind.

Das „Zwischenwerk VIII B“ gehört zum ehemaligen äußeren Festungsring von Köln, den die Preußen als Verteidigungsbollwerk gegen einen französischen Angriff in der Zeit nach 1870 bauen ließen. Geschichtlich kam es ja dann im Ersten Weltkrieg bekanntlich anders herum: Nicht Frankreich gegen Deutschland sondern Deutschland gegen Frankreich und der Festungsring um Köln kam Gott sei Dank gar nicht zum Einsatz und mußte, bis auf wenige Bauwerke, im Rahmen des Versailler Vertrages 1919 beseitigt werden. Hier ist es dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer zu verdanken, dass einige wenige der Festungsbauwerke nicht abgerissen wurden, darunter auch das „Zwischenwerk VIII B“ und dass das Festungsrayon also die Freifläche vor den Festungsanlagen, die ein freies Schussfeld garantieren sollte, als Grüngürtel um Köln als das bedeutende Naherholungsgebiet der 4. größten deutschen Großstadt erhalten blieb. Zwei ehrenamtliche Mitarbeiter des Kölner Festungsmuseums, die mich mit meiner Kameraausrüstung vor dem Bauwerk herumlaufen sahen, sprachen mich an und es entwickelte sich ein interessantes Gespräch in dessen Verlauf sie mir die Geschichte „ihres“ Festungsbauwerkes erzählten. Aufnahmen konnte ich im Innenraum nicht viele machen, da ich kein Stativ dabei hatte; die Innenräume geben aber auch nicht so viel her und an Außenaufnahmen hatte ich gar nicht gedacht. Trotz nur zwei Bilder des Festungsbauwerks, die ich hier ausstelle, war ich doch sehr froh über die nette Geschichte dieses kleinen Denkmals, das ich täglich sehe und das mir die beiden Mitarbeiter erzählten.

Graffiti habe ich auch aufgenommen. Am Festungsbauwerk selbst und etwas weiter an der Rheinuferstraße das Clownsgesicht, das ich schon seit längerem „auf der Liste“ habe.

Der angepriesene Sonnenuntergang entwickelte sich leider nicht nach meinen Vorstellungen. Also keine Kranhäuser und statt dessen noch ein paar Fotos der nahe gelegenen Kirmes bevor ich schließlich ganz zufrieden wieder nach Hause fuhr.


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