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Mit dem Fotoclub nach Lüneburg

Im August 2021 ist die Corona Pandemie soweit im Griff, dass Reisen in Deutschland wieder möglich sind. Anfang des Jahres wurden erstmals Impfungen gegen das Virus angeboten und mit FFP2 Gesichtsmasken konnte man öffentliche Verkehrmittel benutzen und sich wieder in Innenräumen von Geschäften, Restaurants und Hotels aufhalten. Anfang August war es also an der Zeit, die längst geplante Wochenendreise des Ford-Foto-Clubs von Köln nach Lüneburg nachzuholen.

Lüneburg ist eine alte Hansestadt, die etwa 50 Kilometer Luftlinie südwestlich von Hamburg liegt. Man kann sie gut mit PKW oder Deutscher Bahn erreichen. Besonders mit der Bahn geht es von Hamburg Hauptbahnhof nach Lüneburg mit dem RE3 in einer flotten 1/2 Stunde fast mitten in die Stadt. Verläßt man den Lüneburger Bahnhof, so hält man sich zweimal links, überquert den Fluß Ilmenau auf der Lünetorbrücke und hat die Fußgängerzone der Altstadt direkt vor sich.

Die Stadt Lüneburg ist eine alte Stadtgründung des Mittelalters. Erste Besiedlungen des Stadtgebiets lassen sich bis weit in die Steinzeit zurück verfolgen. Die eigentliche Bedeutung Lüneburgs geht zurück auf den Salzstock, der direkt unter der Altstadt liegt. Die Saline der Stadt zur Gewinnung von Speisesalz diente früher als Mittel zur Konservierung bzw. zum Pökeln von Lebensmitteln. Zur Hansezeit entwickelte Lüneburg zusammen mit anderen Städten eine Methode, um beträchtlichen Wohlstand zu entwickeln: Lübeck als zentrale Handelsstadt verschiffte Fisch von Handelspunkten an der norwegischen Nordseeküste und der Ostsee nach Lüneburg, wo der Fisch – meist Hering – mit Salz konserviert und dann teuer weiter gehandelt wurde.

Den Bürgern von Lüneburg gelang es, durch Verhandlungsgeschick aber auch durch Glück Plünderungen bzw. größere Zerstörungen zu Zeiten politischer Wirren oder Kriege zu verhindern. Während des Zweiten Weltkriegs hielten sich Bombenzerstörungen der alten Bausubstanz im Zentrum der Stadt im Rahmen und selbst der Modernisierungswahn in den 1960er Jahren konnte von engagierten Bürgern abgewendet werden. So kann man sich, mit vielen anderen Touristen, heute an einer intakten und sorgfältig restaurierten Altstdt mit vielen Restaurants und Bars und einem lebhaften Markt vor dem alten Rathaus erfreuen. Markante Sehenswürdigkeiten sind der Kalkberg mit Blick auf die Stadt, das Alte Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, das Salzmuseum der Stadt und alle alten Kirchen, Wohnhäuser und Gässchen in der Fußgängerzone.

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