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Paris in vier Tagen

Es haben die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gerade begonnen und wir möchten die ersten freien Tage für eine kurze Reise nach Paris nutzen. Von Köln aus kein Problem die 430 Kilometer zu meistern: Sonntag Mittag Abfahrt mit dem Thalys vom Kölner Hauptbahnhof und Mittwoch Abend um 8 wieder zurück. Einfacher geht es kaum.

Gebucht haben wir das Bahnticket und die Hotelübernachtung gleich zusammen bei STA Travel in Bonn. Angeboten wurden uns drei Übernachtungen im Hotel Victor Masse, einem Hotel in einer Seitenstraße zum Boulevard de Clichy und nur wenige Minuten Fussmarsch vom Place Pigalle und der gleichnamigen Metrostation entfernt. Mitten in Montmartre liegt unser Hotel. Es hat zwar nur 2 Sterne draußen am Portal aber das Hotelpersonal ist freundlich, die Zimmer sauber, alles inklusive Frühstück und es ist auch nicht zu laut Nachts. Wir waren rundum sehr zufrieden und können das Hotel getrost weiter empfehlen. Vom Hotel aus kann man den Hügel hinauf zur Basilika Sacre Coeur schlendern und in netten französischen Bars etwas Essen und/oder Trinken. Auch ist der Friedhof von Montmartre, der Cimetière de Montmartre, zu Fuss leicht erreichbar. Hier sieht man die klassische französische Friedhofskultur mit monumentalen Gräbern und schattigen Alleen. Auf diesem Friedhof fanden so berühmte Künstler wie Jaques Offenbach, Hector Berlioz und Heinrich Heine ihre letzte Ruhe.

Wir hatten heiße Tage erwischt. Die Temperatur in Mitteleuropa lag bei weit über 30 Grad und die Sonne brannte meist von einem wolkenlosen Pariser Himmel. Die Füße wollten dann irgendwann nicht mehr selbst wenn der Geist und die Neugier uns immer weiter trieb. Wir mußten häufig Pausen einlegen, um einen Cafe oder ein Bier für 6€ zu trinken und uns etwas ausruhen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass man häufig Schlange stehen muss um mit vielen anderen Touristen durch die Sehenswürdigkeiten dieser großartigen Metropole geschleust zu werden.

Wir gaben uns alle Mühe, Montmartre zu durchstöbern, den Arc de Triomphe und die Avenue des Champs-Élysées bis zum Place de la Concorde zu erlaufen um dann in den Tuilerien ermattet einen der drahtigen Parkstühle zu ergattern um im Schatten der Ahornbäumchen zu pausieren.

Den Louvre: Geschenkt, die Menschenschlange war zu lang und harrte in sengender Hitze auf Einlass. Notre Dame: Nur von außen. Die Schlange der schwitzenden Touristen war noch länger. Aber den Eifel Turm, fast schon ein Wahrzeichen der Stadt Paris, da wollten wir unbedingt hinauf. Also Dienstag Morgen um 7 Uhr aufstehen, frühstücken und im Berufsverkehr in die Metro gequetscht um vor 9 Uhr am Eingang des Tour Eiffel zu sein, vor den Bussen mit hunderten Neugierigen aus Fernost. Das Ticket zum Summit kostet 15,50€ und bringt den Besucher bis ganz nach oben in 262 Meter Höhe und belohnt mit einem fantastischen Ausblick über dieses dicht gepackte Paris. Wir sehen in der Ferne auf einem Hügel Sacre Coeur, unter uns die Seine und ganz versteckt Notre Dame. Die goldene Kuppel des Invaliden Doms leuchtet ganz nah während am Horizont das Banken- und Geschäftszentrum durch seine dominanten Hochhäuser zu erkennen ist. Einfach ein unvergessliches Erlebnis.

Den Invalidendom mit dem Sarkophag Napoleons streiften wir nur am Rande, den Parque de Luxembourg mit den Tennis- und Kinderspielplätzen und den vielen dort hineinströmenden Studenten durchquerten wir um dann in Montparnasse in der Rue Daguerre, einer Fussgängerzone, ein Restaurant aufzusuchen um nett zu speisen.

Paris ist anstrengend und verlangt alle Willenskraft um sagen zu können: Notre Dame, da waren wir auch. Fotos zu machen bei diesen harten Lichtverhältnissen ist schwer. Ich habe es versucht und biete sie hier an.


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