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Nepal, von Kathmandu nach Pokhara

Reist man nach Nepal so muss man unbedingt eine Trekking Tour zu den riesigen, weissen Bergriesen des Himalaya einplanen.

In Kathmadus Ortsteil Thamel, in dem die meisten Touristen wohnen, wimmelt es nur so von Reiseagenturen, die durch bunte Schilder in den Gassen auf die touristischen Freizeitangebote Nepals aufmerksam machen wollen. Da gibt es Trekking im Himalaya, besonders dem Annapurna und Manasalu Gebiet westlich von Kathmandu, dem Langtang nordöstlich und dem Sagarmatha Park mit dem höchsten Berg der Erde, dem Mt. Everest und dem ebenso bekannten Lothse. Dieses Gebiet liegt noch etwas weiter östlich von Kathmandu als Langtang an der Grenze zu Tibet und man erreicht es indem man mit dem Flugzeug nach Lukla fliegt, einem der am schwierigsten zu erreichenden Flughäfen der Welt. Die Landebahn ist sehr kurz und führt bergauf direkt auf eine senkrechte Felswand zu. Die Maschinen müssen präzise landen und dann voll in die Bremsen gehen um die Kurve kurz vor der Felswand am Ende der Bahn sicher zu kriegen. Nichts für schwache Nerven.

Andere touristische Angebote sind: Safari nach Chitwan im Süden nahe der indischen Grenze, wie wir sie vor einigen Wochen gemacht und sie auch in diesem Weblog beschrieben haben, Wildwassertouren in wilden Himalaya Flüssen, diverse Flüge von Kathmandu über die gigantische Bergwelt des Himalaya hinweg, und Touren nach Tibet. Dazu braucht man von der chinesischen Botschaft in Kathmandu ein Visum für Tibet. Es ist nach unserer Kenntnis für Deutsche sehr einfach zu bekommen.

Alle anspruchsvollen Trekking Touren gehen über 2-3 Wochen und führen in Höhen von 3.000 bis über 5.000 Meter. Entscheidet man sich zum Beispiel für das Everst Base Camp Trekking so kommt man hinauf auf 5.400 Meter. In diesen Höhen muß man mit Frost mindestens in der Nacht und ersten aber harmlosen Anzeichen der Höhenkrankheit rechnen. Auf allen Wandertouren, die hinauf auf weit über 3.000 Meter führen ist ein guter Schlafsack Pflicht, denn die Lodges sind nicht beheizt. Handschuhe, Pudelmütze und eine gute Daunenweste sollte man dabei haben. Regensachen für den Körper und den Rucksack sollte man auch nicht vergessen, da es Abends durchaus regnen oder schneien kann. Eine LED-Stirnlampe ist eine gute Investition wenn man nachts sicher auf die Toilette und wieder zurück in den Schlafsack finden möchte.

Wir entschlossen uns für eine 9-tägige Wandertour im Annapurna Gebiet.

Hier in der Annapurna Conservation Area, die das gesamte, riesige Annapurna Massiv mit vielen Bergriesen über 6.000 Meter und dem Annapurna I mit 8.091 Meter als höchster Bergspitze umfasst, gibt es mehrere touristisch interessante Wandertouren. Man kann eine ausgedehnten Wanderung in die tibetisch geprägten Orte Kagbeni und Muktinath wählen oder den Weg mit dem Flugzeug nach Jomoson abkürzen. Dies ist neben einer Bergwanderung auch ein Eintauchen in die Kultur der tibetisch geprägten Dörfer im südlichen Mustang, eines früher für Touristen verbotenen Königreiches. Muktinath beherbergt in 4.000 Meter Höhe einen berühmten Hindu Tempel zu dem viele Inder pilgern.

Eine weitere Möglichkeit im Annapurna Conservation Area zu wandern ist der Annapurna Circle. Er beginnt normalerweise in Besi Sahar und endet in Nayapuls Ortsteil Birethanti. Man wandert in bis zu drei Wochen rund um das Annapurna Massiv herum und überwindet im Norden mit dem Thorong La Pass (5.400 Meter) den höchsten Punkt der Route.

Wir entschieden uns für den Annapurna Base Camp Treck, der uns auf etwa 4.200 Meter zum südlichen Annapurna Gletscher hinaufführte. Beschreiben werde ich diese Tour im nächsten Artikel.

Ausgangspunkt für Wanderungen ins Annapurna Gebiet ist Pokhara, die drittgrößte Stadt Nepals etwa 200 Kilometer westlich von Kathmandu gelegen. Von Kathmandu aus erreicht man Pokhara mit dem Flugzeug oder mit dem Bus. Die Busfahrt ist, wie in Nepal üblich, eine Abenteuerreise über etwa 7 Stunden mit zwei eingeplanten halbstündigen Zwischenstopps.

In Pokhara steigt man am besten im Stadtteil Lakesite ab. An einem schönen, großen Gletschersee ohne ein einziges Motorboot liegt dieser Stadtteil, in dem sich fast alle Touristen von Pokhara aufhalten. Man findet nette Lokale, kann einige hinduistische oder buddistische Tempel besuchen, Ruderboot auf dem See fahren, zum Sangakot Aussichtsberg hoch laufen oder mit dem Taxi/Bus fahren und paragliden. Dabei schwebt man im Tandem mit einem erfahrenen Piloten unter einem Schirm hängend in einem ca. halbstündigen Flug über Pokhara hinweg hinunter auf eine Wiese am Rande des Gletschersees.

Aus eigener Erfahrung können wir das View Point Hotel in Pokhara sehr empfehlen. Es ist gut geführt mit freundlicher Mannschaft und insgesamt sehr sauber. Dazu auch noch durchaus preiswert. Unter dem oben angegeben Link findet man Bewertungen dieses Hotels, denen wir voll zustimmen können. Wenn jemand diese Zeilen liest und es ihn auf Grund meiner Berichte nach Pokhara verschlagen sollte und er im View Point Hotel übernachtet, dann grüße er bitte den Manager Gopal Sharma von uns. Er steht in der Eingangshalle hinter dem Empfangstresen, hat immer ein freundliches, einladendes Lächeln auf seinem Gesicht und hilft einem in allen Lebenslagen.


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  1. Peter Hübner’s Avatar

    Hallo Familie Glasenapp,
    schön dass es Ihnen so gut geht! Habe heute erstmalig einen Blick auf den Weltreisebericht geworfen, hat mich sehr gefesselt und macht riesig Lust selbst mal ein Jahr Auszeit zunehmen!

    Viel Glück auf den nächsten Stationen!
    Peter Hübner

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  2. Jupp, Jochen & Yvonne’s Avatar

    Hallo Familie Glasenapp,

    herzlichen Dank für den guten Tipp mit dem View Point Hotel! Wir haben dem manager natürlich gleich erzählt, dass wir auf euren Hinweis da gelandet sind.
    Es waren schöne und erholsame Tage in Pokhara, neben einer wohl verdienten Massage haben wir die im Vergleich zu Kathmandu herrliche Ruhe genossen.
    Wir hoffen, ihr hattet einen guten Trek weiter ins Base Camp von Sinuwa aus und seid nicht zu sehr vom Schnee überascht worden.

    Wir wünschen euch eine schöne weitere Reise; von euren Erzählungen von Namibia sind wir immer noch ganz angetan 🙂

    Jupp, Jochen und Yvonne

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